Die Musiker von Heimat-Echo bei einem ihrer zahlreichen Auftritte mit den Öcher Penn.

Straßenkarneval mit Heimat-Echo und den Öcher Penn

Nicht nur Karnevalsvereine, auch Simmerather Musikvereine sind mitunter an den Karnevalstagen während einer normalen Session gut gebucht. Ein Beispiel dafür ist der Musikverein Heimat-Echo aus Steckenborn. Karneval 1986 spielte Heimat-Echo erstmals für die Oecher Penn, die größte und älteste Garde der Stadt Aachen. Mit der Einkleidung der Musikanten in die Penn-Uniform 1989 stieg das Zusammengehörigkeitsgefühl noch stärker und es entstanden viele Freundschaften zwischen der Stadtgarde Oecher Penn und dem Musikverein Heimat-Echo Steckenborn.

Der Vereinsvorsitzende Friedhelm Lennartz weiß, worauf sich die aktiven Musiker/innen alljährlich an den Karnevalstagen freuen: Mit Eintritt der Karnevalswoche startet der Straßenkarneval. Fettdonnerstag haben die Musikanten zunächst noch spielfrei und können den Karnevalsauftakt im proppevollen „Penn“-Zelt abfeiern, das seit vielen Jahren auf dem Katschhof in Aachen steht.

Samstags startet das Outdoor-Auftrittsprogramm in der Penn-Uniform. Am Marschiertor, dem Vereinslokal der Oecher Penn, wird der Kommandant der Penn abgeholt. Verschiedene Stationen in der Stadt werden mit voller Mann- bzw. Fraustärke angesteuert, die zu einem „Stelldichein“ eingeladen haben. Dort spielen die Musikanten des Musikzuges Heimat-Echo zu einigen Ständchen auf und der sogenannte „Marketendertanz“ wird dem Publikum dargeboten. Ein alljährlich beeindruckendes Spektakel! Anschließend geht es zum Einkaufscenter „Aquis Plaza“.  Hier treffen sich alle Musikzüge der verschiedenen Garden. Mit einem etwa zweistündigen Karnevalskonzert bedanken sich die musizierenden Vereine für die erfolgreiche Session. Danach geht es wieder zum Katschhof zur Stärkung ins Penn Zelt. Traditionsgemäß werden dort 111 Liter Erbsensuppe an Alle ausgegeben. Gut gestärkt wird das eingespielte Bühnenprogramm aufgeführt. Anschließend geht es zurück nach Simmerath, bevor am Abend die Teilnahme am großen Penn-Ball ein besonderes Highlight darstellt.

Am Tulpensonntag wartet wieder ein tolles Programm auf die aktiven Musiker/innen. Vormittags sind die Heimat-Echo-Musiker/innen in Clown-Kostümen eine bewährte Gruppe im Kinderkarnevalszug, den man so seit vielen Jahren begleiten und mitgestalten darf. Nach einer Mittagspause heißt es dann „umziehen“ und wieder wird die schmucke Penn-Uniform angelegt. Für die uniformierten Musiker/innen geht es wieder zum Marschiertor. Dort ist Treffpunkt für die große „Penn-Familie“ und es stehen dann wichtige musikalische Aufgaben auf der Agenda wie z.B. Abholen der neuen Rekruten/Rekrutinnen in Marschformation vom Bahnhof und die absolut lustige Rekrutenvereidigung. An alle teilnehmenden Musiker/innen gibt es abschließend den verdienten „Wehrsold“, der gerne auch vor Ort direkt in flüssige Nahrung umgesetzt werden kann.

Rosenmontag: Das grandiose Finale.

Zunächst heißt es: Früh raus aus den Federn. Denn um 07:45 Uhr trifft sich die aktive Truppe bereits am Marschiertor, um von dort das „traditionelle Stadtwecken“ zu absolvieren. Zu den Klängen des Spielmanns- und Musikzuges marschieren die Pennsoldaten durch die Innenstadt und stimmen die Anwohner mit Salutschüssen aus der mitgeführten Blötsch (Kanone) auf den höchsten rheinischen Feiertag ein. Beim anschließenden Kommandanturfrühstück im Krönungssaal des Aachener Rathauses, an dem mehrere hundert geladene Gäste teilnehmen, sind natürlich auch Heimat-Echos Musiker/innen fester Bestandteil. Es folgen Ehrungen und Beförderungen.

Mit Bussen geht es anschließend zum Adalbertsteinweg, wo es pünktlich um 11:11 Uhr heißt: „Et jeht loss!“. Angeführt von den Pennsoldaten und dem Musikzug Heimat-Echo in Penn-Uniform schlängelt sich ein wunderbar bunter Tross von weit über 150 närrisch-ausgelassenen Gruppen durch die Aachener Innenstadt. Viele Freunde und Familienangehörige unserer Musiker/innen lassen es sich nicht nehmen und säumen den Zugweg und applaudieren und jubeln den Aktiven zu. Gefeiert wird abschließend noch begeistert im Penn-Zelt, bevor es zurück in die Eifel nach Simmerath geht. Zurück im Vereinsheim lässt die Heimat-Echo-Familie die Session Revue passieren. Ein gemeinsames Abendessen rundet den Tag ab.

Für Friedhelm Lennartz und aktiven Musiker/innen des Musikvereines sind die Auftritte mit den Penn-Soldaten einfach eine „super jeile zick!

Weitere Infos auf www.heimatecho.com

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